Begleiten Sie uns zu den schönsten wilden Küsten Frankreichs
Jahrtausende hat das Meer an ihnen gearbeitet – mit jeder Welle, jeder Strömung, jedem Sturm. Die wilden Küsten Frankreichs sind das Ergebnis: dramatische Felsformationen, verborgene Buchten, endlose Sandstrände. Ob an den Ufern Korsikas, entlang des Mittelmeers oder an den Stränden des Atlantiks: diese Küsten entfalten ihre ganze Schönheit erst vom Wasser aus. So unterschiedlich sie im Charakter auch sind, jede Küste lädt auf ihre Weise zum Verweilen ein.
Die baskische Küste: von Saint-Jean-de-Luz bis Pasajes
Zwischen Saint-Jean-de-Luz und Hendaye wartet die „Corniche Basque“ mit Panoramen, die man so schnell nicht vergisst: steile Klippen, heidebewachsene Hänge über geschützten Buchten, und am Horizont die legendäre Welle Belharra, die Surfer aus aller Welt kennen und fürchten.
Jenseits der spanischen Grenze setzt sich die baskische Wildnis fort. Zwischen Gornutz und Pasajes öffnen sich Blicke auf den Gipfel des Itzalarri, die Felsformationen von Labetxu und den Strand von Las Paramoudras – eine hügeligere Kulisse, die den Betrachter an jedem neuen Aussichtspunkt überrascht.
Das Meer von Iroise: die wilde Küste des Finistère und die Inseln am „Ende der Welt“
An der Spitze der Bretagne zeigt Frankreich sein raues Gesicht. Die vom Wellengang geformten Felszähne bei Ouessant, die weißen Sandstrände des Archipels von Molène, die Küstenabschnitte rund um die Pointe de Pen-Hir auf der Halbinsel Crozon – das sind Landschaften, die sich ins Gedächtnis brennen. Die UNESCO erkannte die Bedeutung dieser Region 1988 an und erhob einen Teil davon zum Biosphärenreservat.
Beidseits des Strands von Morgat, dem Wahrzeichen der Halbinsel Crozon, öffnen sich Buchten zwischen sanften Höhenzügen, an deren Fuß türkisfarbenes Wasser leuchtet. Wenige Seemeilen vor der Küste liegt der Archipel der Glénan – ein Naturparadies, in dem Kormorane, Brandgänse und Flussregenpfeifer zu Hause sind. Wer hier über Sandstrände und Uferwege streift, findet etwas, das in keiner Broschüre und auf keiner Webseite steht: vollkommene Stille.
Kleinode der bretonischen Küste
Auf Tausenden von Kilometern hält die bretonische Küste Überraschungen bereit – geformt von Gezeiten und dem stetigen Wind.
Der Sillon de Talbert, eine knapp drei Kilometer lange Landzunge aus Sand und Kieseln, die sich in die See schiebt, gehört zu den merkwürdigsten Naturformationen der Region. Mit jeder Tide verändert sich ihr Gesicht. Blaue Stranddisteln, Meeresrettich und Strand-Meerkohl unterbrechen die Gemälde, die die Steine malen. Vogelfreunde wissen diese Region als wichtige Raststätte von Zugvögeln zu schätzen.
Weiter südlich lädt die Halbinsel Quiberon mit rund acht Kilometern Steilküste zum Schauen ein. Die Pointe du Percho und die „schwebenden“ Dünen im Süden der Halbinsel auf Klippenkante sind nur zwei der Orte, die besonders dramatisch wirken, wenn man sie vom Meer aus betrachtet.
Die Halbinsel Guérande in der Loire-Atlantique, berühmt für ihre Salzsümpfe, birgt eine von Granit geprägte Küstenlandschaft mit Höhlen und Muschelbänken. Nicht weit vom Pouliguen beginnt der GR34, der sogenannte „Zollpfad“, ein Fernwanderweg, der bis zum Mont-Saint-Michel führt.
Die Camargue: Naturpark mit Meerblick
Die Sansouïres der Camargue – jene von Salzkraut und Strandflieder geprägten, vom Meerwasser getränkten Landschaften – haben diese Region berühmt gemacht. An der Küste leiten weite Strände und Dünen mit Strandhafer den Blick aufs offene Meer.
Zwischen Lagunen, Meer und Sumpf hat sich eine vielfältige Tierwelt angesiedelt. Flamingos, gelegentlich in imposanten Schwärmen auf dem Îlets du Fangassier und in den Salines du Midi, sind das Bild, das bleibt. Zwischen den Saintes-Maries-de-la-Mer und dem Golf von Fos bietet jeder Zwischenstopp sein eigenes Panorama: der Salin de Giraud vom Wasser aus, die Pointe du Sablon oder der Strand von Piémanson.
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Die Halbinsel Saint-Tropez: vom Cap Taillat bis zur Pointe de la Rabiou
Die Welt kennt Saint-Tropez. Doch hinter dem Glamour, der in den 1950er-Jahren an diese Küste kam, liegt eine andere Geschichte: eine unberührte Landschaft, die sich kaum verändert hat.
Das Cap Taillat, über einen Sandstreifen mit der Küste verbunden, bildet die Brücke zwischen der Bucht von Briande und der von Bonporteau. Seine klaren Gewässer und hellen Felsen erinnern an den Indischen Ozean.
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Vom Strand de la Douane über die Crique de l’Amour bis Strand von L’Escalet empfängt die Küste mit einem Mosaik aus Türkis, Ocker und den Farben des Buschlands Garrigue. Hinter dem Cap Camarat öffnet sich die berühmte Bucht von Pampelonne mit ihrem kilometerweiten Sandstrand, eingefasst von Pinienwäldern. In Richtung Pointe de la Rabiou und Saint-Tropez begleitet eine farbenfrohe Küstenflora den Weg.
Der Süden Korsikas: Strände und Calanche rund um Bonifacio
Von Bonifacio aus liegt das Beste der korsischen Küste in unmittelbarer Nähe. Wenige Minuten auf dem Wasser genügen, um den kleinen Strand von Sperone zu erreichen – mit seinem charakteristischen glasklaren Wasser, wie es typisch ist für diese Ecke der Île de Beauté.
Wer weiter fährt, findet zwei Orte, die den Umweg lohnen: nordöstlich von Bonifacio liegt der Golf von Santa Manza, durch einen Felsvorsprung namens Punta Rossa in zwei Strände geteilt. Westlich wartet der Strand von Roccapina – bewacht von einem Löwen aus Granit, bedeckt mit dem Buschwerk der Macchia. Dieser Strand gehört zweifellos zu den schönsten Frankreichs.
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Die umgebenden Gewässer bei Bonifacio, in denen Seesterne, Langusten und Petersfische leben, sind unter Besuchern längst kein Geheimnis mehr. Der Strand von Fazzio mit seinen weißen Klippen und geschütztem Wasserbecken, die Calanque de la Catena an der Hafenmündung von Bonifacio – beide erschließen sich am besten vom Meer aus.
Die gesamte korsische Küste birgt kleine Lagunen von einer Klarheit, die man sonst eher in der Karibik vermutet. Piantarella, die Plage de Balistra zwischen Granithügeln, die mondförmige Bucht von Rondinara – jede hat ihr eigenes Gesicht.
Calvi und der Cap Corse: schroffe Schönheit im Norden
Der Norden der Île de Beauté zeigt sich rauer, steiler, wilder. Der Golf von Revellata nahe Calvi ist geprägt von einem stark zerklüfteten Küstenprofil voller Einbuchtungen und Vorsprünge. Darunter liegt eine Unterwasserwelt, die Taucher in Staunen versetzt: rote Koralle, Gorgonien, Zackenbarsche, Muränen.
Am südöstlichen Ende des Cap Corse öffnet sich der Golf von Saint-Florent. Vom Wasser aus entfaltet sich das Panorama des Nordens: Feinsandstrände unter schwindelerregend hohen Bergen, Felszungen über dem Meer, kleine verwinkelte Buchten. Eine Landschaft, so still und ungezähmt, dass man vergisst, wie nah Frankreich eigentlich ist.
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