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Die Erkundung des weißen Kontinents – Wagemutige und Unerschrockene zuerst

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Zwei Entdecker im Eis: Jean-Baptiste Charcot und Sir Ernest Shackleton

Wer in die Antarktis fährt, reist nicht nur in eine der einsamsten Regionen der Erde – er wandelt auch auf Spuren der Wagemutigen, mit Geschichten, die von Mut, Scheitern und unbedingtem Willen erzählen. Unter den Entdeckern und Forschern der ersten Stunde tauchen zwei Namen immer wieder auf: Jean-Baptiste Charcot und Sir Ernest Shackleton. Ihre Expeditionen haben die Polarforschung geprägt – und hallen bis heute nach.

Das Abenteuer am Pol: die letzte Herausforderung der großen Entdecker

Es ist das Ende des 19. Jahrhunderts. Die ersten Filmkameras lassen ihr Publikum staunen, über Paris kreist ein erstes, wackeliges Fluggerät. Und auf den Meeren der Welt beginnt ein Wettlauf – zu einem Kontinent, den kein Mensch je betreten hat. Die Antarktis. Terra Incognita. Das letzte große Rätsel der Erde.

James Cook hatte 1773 mit seiner Mannschaft den Polarkreis überquert – und war doch nie an den Küsten der Antarktis angelandet. Er glaubte, das sagenhafte Terra Australis sei eine Legende. Doch der Wissensdurst ließ die Welt nicht los. Europa und Amerika entsandten ihre besten Männer, um die Wahrheit herauszufinden. Unter ihnen: der Brite Sir Ernest Shackleton und der Franzose Jean-Baptiste Charcot – zwei Entdecker, deren Expeditionen in die Geschichte eingegangen sind.

Antarktis-Expedition

Eine Leidenschaft für das Meer

Den einen nannten man „The Boss”, den anderen „den Gentleman der Pole”. Shackleton war Kapitän in der Handelsmarine, Charcot der Sohn des bekannten Neurologen Jean-Martin Charcot. Beide einte eine tiefe Verbundenheit mit dem Meer – und beide brachen kurz nacheinander zu ersten Expeditionen in die Antarktis auf: Shackleton 1901, Charcot 1903.

Weitere Expeditionen folgten, doch das Rennen um den Südpol ging schließlich im Jahr 1912 an den Norweger Roald Amundsen.

Doch viel war noch zu lernen über den weißen Kontinent. Und so hatte sich Shackleton vorgenommen, den gefrorenen Kontinent von Küste zu Küste zu durchqueren. Sein Vorhaben geriet zur Beinahe-Katastrophe – und sein Name wird für immer mit der dramatischen Rettungsaktion in Verbindung stehen, mit der er seiner Mannschaft das Überleben im Eis ermöglichte.

Die letzte Fahrt der Endurance

Das Schiff geriet ins Packeis – und wurde dort langsam zerdrückt. Was Shackleton in dieser Situation tat, ist bis heute kaum zu fassen: Er brachte die gesamte Schiffsmannschaft lebend zurück. Über das offene Meer, in kleinen Rettungsbooten, jedes eine Tonne schwer. Über unwirtliches Land, bei Temperaturen von bis zu -25°C. Auf der Suche nach einer Walfangstation auf Südgeorgien, wo Hilfe wartete. Nur wenige Männer machten sich auf diesen Weg – die anderen blieben im Eislager zurück. Es vergingen drei weitere Monate, bis Shackleton zurückkehren und die gesamte Mannschaft retten konnte.

Schiff-im-Packeis

Ein wissenschaftliches Abenteuer

Jean-Baptiste Charcots Weg in die Antarktis war ein anderer – und doch nicht weniger bedeutend. Mit Unterstützung der Académie des sciences, des Muséum national d’histoire naturelle und des Institut océanographique in Paris kartierte er Tausende Kilometer Küstenlinie des weißen Kontinents. Er sammelte meteorologische, hydrographische und zoologische Daten, untersuchte Gezeiten, Salzgehalt und Magnetismus. Er kehrte immer wieder zurück – in die Antarktis und in die Arktis – für Wissenschaft und für Rettungsmissionen.

Sein Ende kam auf See: Auf der Rückfahrt von Island sank sein treuer Dreimaster Pourquoi Pas IV. Charcots Leichnam wurde geborgen; am 12. Oktober 1936 wurde er in Paris mit einem Staatsbegräbnis bestattet.

Charcot-Antarktis-Expedition

Sir Ernest Shackleton starb ebenfalls auf See, während einer Erkundungsfahrt zu den Inseln des Südlichen Ozeans. Sein Grab liegt auf Südgeorgien – an jenem Ort, der zum Schauplatz seines berühmtesten Abenteuers geworden war. Wer heute dorthin reist, kann ihm dort die Ehre erweisen.

Beide Männer stehen für das, was das Heroische Zeitalter der Antarktisforschung ausmachte: nicht Unerschrockenheit um ihrer selbst willen – sondern der Mut und die Entschlossenheit, über die eigenen Grenzen hinauszugehen, um der Menschheit neue Wege zu ebnen.

 

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