Eine außergewöhnliche Artenvielfalt
Klein an Fläche, groß an Wundern: Costa Rica gilt als tropisches Paradies und bietet Tierliebhabern ein außergewöhnliches Terrain zum Entdecken. Katia Silva, Naturführerin bei PONANT Explorations, verrät, wie außergewöhnlich die Artenvielfalt des Landes wirklich ist.
Die „tierischen Wahrzeichen“ Costa Ricas
Auf einer Reise durch Costa Rica begegnen Reisende mit etwas Glück einigen der charakteristischsten Arten des Landes, darunter:
Einzigartig und bemerkenswert gut geschützt
Als Bindeglied zwischen Nord- und Südamerika bildet Costa Rica eine echte biologische Brücke, an der sich Arten beider Hemisphären begegnen. Die tropischen Wälder des Landes bieten zahlreichen Primaten- und Vogelarten exzellente Lebensräume, allen voran die Primärwälder, die 7,5 % der Gesamtfläche ausmachen und für die Artenvielfalt besonders wertvoll sind. Zur See zeigen sich beide Küsten von sehr unterschiedlicher Seite: hier die Korallenriffe der Karibik, dort die Wanderkorridore der Wale im Pazifik.
Nach Angaben des costaricanischen Umweltministeriums beherbergt das Land 5 bis 6 % der weltweiten Biodiversität, auf gerade einmal 0,03 % der Erdoberfläche. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zählt dort 120.000 Arten, darunter rund 7.000 Meerestierarten. Forschende gehen jedoch davon aus, dass die tatsächliche Zahl bei bis zu 500.000 liegen könnte, sofern man noch unbekannte oder selten beobachtete Arten, insbesondere Insekten, mitrechnet. Rund 25 % der Landesfläche stehen als Nationalparks und Reservate unter Schutz, ein Anteil, der bis 2030 auf 30 % steigen soll. Damit zählt Costa Rica zu den weltweit führenden Ländern im Naturschutz.
Aus der Perspektive von
Katia Silva, Naturführerin bei PONANT EXPLORATIONS
Die brasilianische Meeresbiologin Katia Silva hat sich auf den Schutz von Meeressäugern und die Tierwelt Lateinamerikas spezialisiert. Ihre Leidenschaft für Tiere führte sie in Rettungsprogramme für bedrohte Arten und in Projekte zum Schutz der Biodiversität.
1. Welche Arten lassen sich auf einer Reise durch Costa Rica ohne größere Mühe beobachten?
Affen, Faultiere und Leguane sind im ganzen Land verhältnismäßig leicht zu entdecken, ebenso viele Vogelarten wie Tukane und Papageien. Großraubtiere wie der Jaguar hingegen sind deutlich schwerer aufzuspüren, da sie abgelegene Gebiete bevorzugen: Sie zu sehen gelingt in der Regel nur mit einem erfahrenen Guide, etwa bei nächtlichen Ausflügen in den Wald. Auch viele Reptilien und Amphibien, wie der Rotaugenlaubfrosch, zeigen sich vor allem nachts.
2. Ein Tipp, um die Chancen auf Tierbeobachtungen zu erhöhen?
Früh aufstehen! Die Stunden nach Sonnenaufgang eignen sich am besten für Beobachtungen, bevor die Hitze die Tiere in schwerer zugängliche Rückzugsorte treibt. Geduld und Stille zahlen sich ebenfalls aus – gerade in ruhigen Momenten entstehen die schönsten Begegnungen. Viele Beobachten sind verblüffend emotional: ein bestimmtes Tier zu Gesicht zu bekommen, verbindet viele Menschen mit ihrer eigenen Natur.
3. Welche Erlebnisse empfehlen Sie, um die maritime Tierwelt kennenzulernen?
Bootsausflüge und Kreuzfahrten entlang der costaricanischen Küste bieten die besten Gelegenheiten, Wale und Delfine zu sehen. Auch Schnorcheln und Tauchen führen oft zu schönen Beobachtungen, besonders an der Karibikküste, deren Korallenriffe zahlreichen tropischen Fischarten Lebensraum bieten. An Land gilt der Nationalpark Marino Ballena als einer der besten Aussichtspunkte: Von dort lassen sich Buckelwale und Delfine mitunter direkt vom Strand aus sichten.
4. Wann stehen die Chancen am besten, Buckelwale vor Costa Rica zu sehen?
Dank der sich kreuzenden Wanderungen aus beiden Hemisphären lassen sie sich an der Pazifikküste fast das ganze Jahr über beobachten. Die Wale aus dem Norden sind zwischen Dezember und März zu sehen, jene aus dem Süden zwischen Juli und Oktober. Beide Gruppen nutzen die warmen Gewässer vor Costa Rica zur Fortpflanzung, bevor sie in die nährstoffreichen Gebiete der Arktis oder Antarktis zurückkehren.
5. Welche Regeln helfen, diese empfindlichen Ökosysteme zu bewahren?
Gäste sollten ausreichend Abstand zu den Tieren halten, sie nicht füttern, auf den ausgewiesenen Wegen bleiben und sich an die Vorschriften der Nationalparks halten. Im besten Fall begleitet sie dabei ein verantwortungsvoller Guide, der diese Regeln ganz selbstverständlich vorlebt.
Bildnachweise: PONANT/Julien Fabro ; StudioPONANT Joanna Marchi ; Morgane Monneret ; Margot Sib ; Clement Louineau ; Olivier Blaud ; Adobestock / 2021 andreanita ; iStock
Mit PONANT nach Costa Rica
Freuen Sie sich auf die Entdeckungen, die sie auf einer Kreuzfahrt mit PONANT Explorations in Mittelamerika machen können.










