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Die andere Karibik – von den Bahamas bis zur Dominikanischen Republik

Bahamas, vue aérienne sur un lagon turquoise

Wie eine neue Reiseroute entsteht

 

José Sarica öffnet sein Erkundungstagebuch. Als Direktor für Expeditions-Experience R&D hat er sich in den nördlichen Teil der Karibik begeben, um neue Kreuzfahrten zu konzipieren – von den Bahamas über die Turks- und Caicosinseln bis zur Dominikanischen Republik. Wir haben ihn gefragt, wie eine neue Route für eine Reise in die Karibik entsteht.

Was sind Ihre Ziele bei einer Erkundungsreise – und bei dieser in der Karibik im Besonderen?

Das Wichtigste ist, den roten Faden zu finden – die Geschichte, die wir für unsere Gäste erzählen wollen. Dabei ist der Dialog mit den lokalen Gemeinschaften entscheidend. Bei PONANT EXPLORATIONS wollen wir langfristige Beziehungen aufbauen. Es geht darum, die überlieferten Traditionen zu würdigen und regionale Akteure mit lokalen Mitteln einzubeziehen – unsere Logistik kommt nur unterstützend hinzu. Die wichtigste Grundlage ist immer das, was wir vor Ort schon vorfinden.

Aus dem Angebot wähle ich die Erlebnisse aus: vom Kontemplativen bis zum Sportlichen, damit jeder Gast die Destination so erleben kann, wie es ihm am ehesten entspricht.

Der nördliche Teil der Karibik bietet eine bemerkenswerte Vielfalt – Strände, Mangroven, Korallenriffe, Höhlen, botanische Gärten für Wanderungen und Tauchen – sowie eine faszinierende Geschichte, von den ersten Völkern bis zur Kolonialzeit, mit archäologischen Stätten, Museen und pittoresken Städten zum Stöbern.

Vue aérienne de l'île Cayo Levantado, en République dominicaine, ses plages de sable blanc et ses eaux turquoise.

Können Sie uns mehr über diese Geschichte erzählen?

Ich wusste zum Beispiel nicht, dass so viele Zeugnisse der ersten Bewohner dieser Inseln noch erhalten sind. In der Dominikanischen Republik finden sich Höhlenmalereien der Taíno-Indianer, auf den Turks- und Caicosinseln waren die Arawak-Indianer schon in der Vorgeschichte präsent. Dann kam die Zeit der Kolonisierung und der Sklaverei auf den Baumwollplantagen. Und das Goldene Zeitalter der Piraterie erstreckte sich über das gesamte 17. und 18. Jahrhundert – und hat Spuren hinterlassen.

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Die Bahamas, die ich entdeckt habe, sind weit entfernt vom Klischee der überfüllten weißen Tropenstrände. Die Küste ist zwar von großer Schönheit, aber auch die Lebenswelt der Mangroven ist unheimlich interessant.

Ihre Erkundungsreise begann auf den Bahamas. Was haben Sie dort entdeckt?

Die Bahamas, die ich kennenlernte, haben mit dem Klischee des überfüllten Tropenstrands wenig zu tun. Die Küste ist von großer Schönheit – doch was mir besonders in Erinnerung bleibt, ist die Stille der Mangroven. Man wandert unter Mangrovenwurzeln, erkundet Geheimhöhlen mit Tropfsteinen, stößt auf Cenoten –wassergefüllte Kalksteinhöhlen – in einem hypnotischen Blau, landet bei Ebbe auf unberührten Sandbänken. Es ist, als hätte man eine andere Welt betreten.

Am Strand von Staniel Cay habe ich etwas erlebt, das einfach eine große Freude war: Eine Gruppe gutmütiger Wildschweine stieg seelenruhig ins Wasser und badete vergnügt zwischen den Schwimmern. Unerwartet, komisch – und ich bin sicher, dass unsere Gäste mit wunderbaren Erinnerungsfotos nach Hause fahren werden.

Cochons nageant dans les eaux turquoise de Pig Beach sur l'île de Big Major Cay, dans l’archipel des Exumas, aux Bahamas
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Das ist das schönste Korallenriff, das ich je gesehen habe.

Was war Ihr persönliches Highlight dieser Erkundungsreise im nördlichen Teil der Karibik?

Ohne zu zögern: die Turks- und Caicosinseln. Vielleicht liegt es daran, dass es ein britisches Überseegebiet ist – aber die Atmosphäre ist besonders: ruhige Eleganz, Raffinesse. Ein beschaulicher, beruhigender Teil der Karibik, wo die Zeit stillzustehen scheint. Die Strände sind von betörender Schönheit, oft menschenleer – für mich die perfekte Einladung, das Schiff vor einer kleinen unbewohnten Insel ankern zu lassen. Und unter der Wasseroberfläche: ein Glitzern, ein Leuchten, ein Farbenmeer.

Wir befinden uns am drittgrößten Korallenriff der Welt, nach Australien und Belize. Das Schönste, das mir je begegnet ist – und das sage ich, obwohl ich auch schon Reisen nach Indonesien und auf die Seychellen gemacht habe. Ein Wald aus Korallen und sanft wiegenden Algen, violette Gorgonien, hunderte Fische, grüne Schildkröten, die den Weg kreuzen, manchmal Große Tümmler, die die Besucher neugierig betrachten. Ein Erlebnis, das sich einprägt.

Tortue marine nageant dans une eau translucide

Wie werden die Gäste die Unterwasserwelt erkunden können?

Jeder Gast – unabhängig von Erfahrung oder körperlicher Verfassung – wird diese Welt erleben können. Mit Schnorchel und Maske (und Auftriebsgurt, um die Korallen zu schützen), beim Gerätetauchen unter Anleitung des Tauchlehrers an Bord, oder bei einer Glasbodenboot-Fahrt: auch so ist die Aussicht großartig – und man bleibt dabei völlig trocken.

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PONANT EXPLORATIONS wird das erste Kreuzfahrtunternehmen sein, das Monte Cristi anläuft – ein exklusiver Stopp.

Erzählen Sie uns von der dritten Insel der Reise: der Dominikanischen Republik

Hier betritt man eine Welt der hispanischen Kultur mit starken afrikanischen Einflüssen. Es liegt eine Energie in der Luft, eine ansteckende Lebendigkeit. Ich bin dort wunderbaren Menschen begegnet – so warmherzig und offen wie Philip Bresinsky, mein lokaler Ansprechpartner. Als Spezialist für maßgeschneiderte Reisen und tiefer Kenner der Insel führte er mich zu Orten abseits der bekannten Pfade – wie dem künftigen Anlaufpunkt Monte Cristi. Eine echte Perle: viktorianische Häuser in leuchtenden Farben, eine überraschende Uhr des bekannten Ingenieurs Eiffel und ein Nationalpark mit bemerkenswerten geologischen Formationen. PONANT EXPLORATIONS wird das erste Kreuzfahrtunternehmen sein, das Monte Cristi anläuft – ein exklusiver Stopp.

Paysage de mangrove à Monte Cristi
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Die Wale kommen nach ihrer langen Wanderung aus den kalten Gewässern der Arktis und Kanadas hierher, um in diesen warmen Gewässern ihre Jungen zur Welt zu bringen.

Eines der schönsten Geheimnisse der Dominikanischen Republik ist die Bucht von Samaná, im Herzen des Nationalparks Los Haitises. Von Mitte Januar bis Mitte März – wenn unsere Schiffe für bestimmte Abreisen in der Region sind – kommen Wale hierher, um ihre Jungen zur Welt zu bringen, nach ihrer langen Wanderung aus der Arktis und Kanada. Man kann ihnen in kleinen Booten begegnen. Für diejenigen, die dieses Erlebnis teilen dürfen – und ganz besonders für mich als ausgebildeten Meeresbiologen – bleibt dieses Erlebnis unvergesslich.

La queue d'une baleine à bosse plongeant dans l’eau dans la baie de Samaná, en République dominicaine

Was sollen die Gäste von dieser Reise mitnehmen?

Innehalten. Sich täglich von neuen Begegnungen, von neuen Stimmungen überraschen lassen. Die karibische Identität verstehen: Das ist der rote Faden dieser Reisen. Drei Länder – die Bahamas, die Turks- und Caicosinseln und die Dominikanische Republik – drei sehr verschiedene Gesichter der Karibik, weit jenseits der ausgetretenen Pfade.

 

Crédits photos : ©AdobeStock ; ©iStock ; ©J. Sarica 

Le navire de croisière Champlain naviguant dans la baie des îles des Saintes, en Guadeloupe (Antilles françaises).

Kurs auf den nördlichen Teil der Karibik

Neue Routen von den Bahamas bis zur Dominikanischen Republik – zu erleben an Bord der Schiffe von PONANT EXPLORATIONS.

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