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Kap Hoorn: das Ende der Welt

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Das extreme Abenteuer jenseits der Roaring Forties

Als die Kaufleute und Ratsherren der niederländischen Stadt Hoorn 1616 die Expedition von Jacob Le Maire und Willem Schouten finanzierten, dachten sie wohl kaum daran, damit dauerhaft in die Geschichte der Seefahrt einzugehen. Doch es kam anders.

Ein kurzer Abriss der Geschichte

Die für die neu-gegründete Australische Kompanie fahrenden Seefahrer Jacob Le Maire und Willem Schouten hatten den Auftrag, eine alternative Route zur Magellanstraße zu finden. Ihr Ziel: die Handelsrestriktionen zu umgehen, die die Niederländische Ostindien-Kompanie eingeführt hatte. Diese kontrollierte damals den einzigen Durchgang zwischen Atlantik und Pazifik. Die Kaufleute der Stadt Hoorn stellten den beiden Männern die Mittel für Schiffe und Besatzung zur Verfügung. Auf den Spuren des Freibeuters Francis Drake, nördlich der Meerenge, die seinen Namen trägt, entdeckten sie schließlich Kap Hoorn – benannt zu Ehren ihrer Gönner. Die Ostindien-Kompanie wertete die Entdeckung als unzulässige Konkurrenz zu ihrem Monopol und reichte Klage ein.

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Beide Seefahrer wurden vor Java aufgebracht und in Ketten nach Amsterdam gebracht, wo ihnen der Kerker drohte. Und wieder kam es anders: Jacob Le Maire starb auf der Rückreise, und die Kompanie musste nicht nur seinen Vater entschädigen, sondern vor allem anerkennen, dass sein Sohn eine neue schiffbare Route rund um Kap Hoorn gefunden hatte.

Am Tor zu den stürmischen Breiten

Nur wenige Seefahrer wagen sich über die „Roaring Forties“ hinaus – jene Breitengrade um 40° Süd, wo die Winde mit unerbittlicher Gewalt wehen und die Wassermassen von Atlantik und Pazifik aufeinandertreffen. Mit seiner Lage auf 56° Breite liegt Kap Hoorn zwischen den „heulenden Fifties“ und den „schrillen Sixties“, gefühlt irgendwo zwischen sportlicher Leistung und echtem Abenteuer. Seine Umrundung verlangt Erfahrung und Demut, denn das südlichste Kap der Seekarten ist auch das gnadenloseste. Seit seiner Entdeckung fasziniert es so sehr, wie es einschüchtert.

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Im antarktischen Sommer, wenn die Nächte kaum mehr als ein Atemzug sind, scheint es etwas einfacher, sich diesem legendären Land im Süden Feuerlands zu nähern. Ganz am Ende des amerikanischen Kontinents, wo das Land in einem Gewirr aus Inseln, Kanälen, Gletschern und Bergen mit dem Ozean verschwimmt, erlaubt die Isla Hoornos dem Gast, für kurze Zeit festes Land unter den Füßen zu haben – sofern es die Launen des Wetters zulassen. Hier, am südlichsten Ende des amerikanischen Kontinents, lebt ein chilenischer Marineoffizier, der über dieses äußerste Ende der Welt wacht.

Von hier aus verfolgt er die Entschlossenheit jener erfahrenen Segler, die sich an die Umrundung des Kaps wagen. Sein Blick ruht auf einem Horizont, der auf den ersten Blick leer erscheint und doch von Leben erfüllt ist – und vielleicht kann er verstehen, was diese Abenteurer immer wieder an diesen entlegenen Ort zieht.

Am südlichen Ende der Welt warten Kap Hoorn und eine Natur, die so gewaltig wie fesselnd ist. Wer einmal hier war, weiß: Das Staunen über die Welt lässt sich nicht in Worte fassen.

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Nehmen Sie Kurs auf Kap Hoorn

Mit PONANT Explorations führt die Route zum Kap Hoorn – auf einer Reise durch die chilenischen Fjorde oder als Auftakt zu einer Expedition in die antarktischen Weiten.

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