Wie kein anderer Ort auf der Erde
Fast 20.000 Kilometer trennen die Arktis von der Antarktis, zwei „Enden der Welt” an entgegengesetzten Extremen des Planeten. Obwohl sich diese Regionen des Nord- und Südpols ähneln, bieten sie dem Besucher sehr unterschiedliche und einzigartige Naturschauspiele. Wenn Ihr Herz sich nicht zwischen der Arktis und der Antarktis entscheiden kann, folgen Sie unserem Ratgeber!
1. Auf festem Land oder auf dem Meer?
Der Hauptunterschied zwischen der Arktis und der Antarktis ist geologischer Natur. Die Arktis ist ein Eismeer, umgeben von Land, und befindet sich in den höchsten Breitengraden der nördlichen Hemisphäre. Eine Region mit nur vage definierten Grenzen, erstreckt sie sich über sechs Länder, die an den Arktischen Ozean grenzen: Kanada, die USA (Alaska), Dänemark (Grönland), Russland, Norwegen und Island.
Die Antarktis hingegen ist ein eigenständiger Kontinent auf der Südhalbkugel, der zu 98 Prozent von einer Eiskappe bedeckt ist. Dort befinden sich Berge, die eine maximale Höhe von knapp über 5.000 Metern erreichen. Obwohl Dutzende von Forschungsstationen dort beheimatet sind, gehört die Antarktis keinem Land.
2. Gelände: seit Langem bewohnt oder unwirtlich?
Zahlreiche Populationen von indigenen Völkern leben am Nordpol. Die Inuit Nordamerikas, die Samen Nordeuropas und die Jakuten am Rand Sibiriens bewohnen dieses weite Gebiet seit Langem. Jedes auf seine Weise schafft es, mit der wilden und äußerst harten Natur zurechtzukommen.
Vor der Neuzeit unzugänglich, blieb der Südpol von menschlicher Präsenz unberührt bis 1821. Noch heute hat dieser südliche Kontinent keine ständigen Bewohner, sondern nur Wissenschaftsteams, die regelmäßig rotieren.
3. Tiere: zahm und furchtlos oder scheu und geheimnisvoll?
„Arktis” kommt vom griechischen Wort „arktos”, was „Bär” bedeutet – die nördliche Polarregion ist das heilige Land des Eisbären, einem der größten Landraubtiere des Planeten. Polarfüchse, Karibus/Rentiere, Schneeeulen und Moschusochsen: Die Arktis bietet eine wunderbare Vielfalt einheimischer Fauna, obwohl die Tiere in Gegenwart von Menschen scheu und ängstlich sind.
In der Antarktis umfasst die Meeresfauna unter anderem Seelöwen, Wale, Robben und See-Elefanten. Darüber hinaus gibt es auch rund vierzig Vogelarten, die die südliche Polarregion bewohnen. Da der menschliche Kontakt erst seit Kurzem und äußerst begrenzt besteht, sind die Tiere des Südpols ziemlich furchtlos, was sie zu einem wunderbaren Schauspiel für besuchende Beobachter macht.
4. Kalt oder sehr kalt?
Die Temperaturen am Nordpol können erheblich schwanken, wobei die Thermometer besonders im Februar tief fallen. In Norwegen und Nordamerika ist es in den wärmsten Monaten nicht ungewöhnlich, dass es über 10°C wird.
In der Antarktis kann das Quecksilber leicht unter -55°C fallen, besonders in Gebirgsregionen. Auf dem gefrorenen Kontinent wurde auch die niedrigste natürliche Temperatur der Erde gemessen: -89,2°C!
5. Eisberge: klein oder groß?
Wortwörtlich Eisberge – „Isberg” auf Schwedisch und Norwegisch –, die Eisberge des Nordpols stammen von Teilen des Eisschildes, die ins Meer fließen. Sie haben normalerweise eine unregelmäßige, zerrissene und gezackte Form und sind relativ bescheiden in der Größe.
Die größten Eisberge der Welt befinden sich am Südpol. Wahre Berge aus gefrorenem Süßwasser, ihr Anblick ist fast unglaublich. 2017 brach ein Eisberg mit einer Fläche von 2.200 km² von einem Schelfeis in der Westantarktis ab.
Inmitten dieser beiden unermesslichen, gefrorenen und kargen Landschaften hat man ganz einfach das Gefühl, ein winziges Teilchen zu sein, abgelegen und isoliert von der realen Welt. Vom Norden bis zum Süden erwartet Sie eine fantastische, traumhafte Flucht!


