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10 unvergessliche Erlebnisse in der Antarktis

Manchots papous sur l’île Danco, en Antarctique

Den weißen Kontinent mit eigenen Augen sehen

Pinguine, die das Ufer bevölkern. Wale, die lautlos aus dem dunklen Wasser auftauchen. Eisberge, so groß wie Städte, die lautlos in der Stille treiben. Der weiße Kontinent hat Forscher und Abenteurer seit den ersten Polarexpeditionen in seinen Bann gezogen – und er tut es noch immer. Wer sich in Richtung Südpol auf den Weg macht, spürt bald, wie die vertraute Welt zurückbleibt. Stattdessen erwartet den Besucher der seltsame Eindruck, an den äußersten Rand des Planeten gereist zu sein. Die Antarktis ist mehr als ein Reiseziel: Sie ist eine Begegnung mit sich selbst.

​1. Die weltweit größte Vielfalt an Pinguinen beobachten

Seit zwölf Millionen Jahren bevölkern Pinguine die Küsten der subantarktischen Inseln und die Ufer des Weißen Kontinents. Wer hier ankommt, trifft auf eine Gemeinschaft, die jeden Besucher mit unverhohlener Neugier mustert. Königspinguine in riesigen, lautstarken Kolonien. Adéliepinguine, Zügelpinguine, Papageipinguine – jede Art mit ihrem eigenen Rhythmus, ihrer eigenen Präsenz. Und dann, in der Stille des tiefsten Winters, der Kaiserpinguin: majestätisch, rätselhaft, perfekt angepasst an die Extreme der Polarregion. Diese Tiere sind keine Attraktion. Sie sind die eigentlichen Bewohner dieses Kontinents.

​2. Dem magnetischen Südpol so nahe kommen wie kaum jemand

Die großen Seefahrer des 19. Jahrhunderts wagten alles, um ihn zu finden – den magnetischen Südpol, jenen Punkt auf der Erde, an dem die geomagnetischen Feldlinien zusammenlaufen und Kompassnadeln buchstäblich nutzlos werden. Anders als der geografische Südpol hat dieser Ort keine festen Koordinaten. Er wandert. Von Jahr zu Jahr verlagert er sich um Dutzende von Kilometern, gleitet langsam zwischen Land und Meer hin und her, als wollte er sich nicht festlegen lassen. Das macht ihn zu einem der rätselhaftesten Orte der Erde.

3. Entlang der längsten Eisbarriere der Welt fahren

Eine „große Eisbarriere, die es unmöglich macht, den Kurs weiter nach Süden fortzusetzen“. Mit diesen Worten beschrieb der Seefahrer James Clark Ross das, was heute als die längste Eisbarriere der Welt gilt. Diese natürliche Mauer scheint das Meer aufzuhalten, das heute den Namen dieses Pioniers trägt: das Rossmeer. Am Fuße dieses Giganten zu reisen, ist eines der eindrucksvollsten Erlebnisse, die man in der Antarktis haben kann.

4. Sich von den früheren Forschungsreisenden inspirieren lassen

Unter den großen Namen der Antarktisforschung gilt Sir Ernest Shackleton als Held und außergewöhnlicher Anführer. Sein Mut rettete fast allen Mitgliedern der Imperial Trans-Antarctic Expedition (1914–1917) das Leben, nachdem die „Endurance“ im Weddellmeer untergegangen war. Heute bietet eine Reise in die Antarktis die Möglichkeit, an den Schauplätzen dieser Expeditionen die Beschwerlichkeiten der Pioniere auf ihrem Weg zum Südpol nachzuvollziehen.

5. Den Mount Erebus bewundern, den südlichsten Vulkan der Welt

Stellen Sie sich einen brodelnden Lavasee unter einem vereisten Kegel vor. Feuer und Eis, Tausende von Kilometern von bewohntem Land entfernt. Auf 3.794 Metern Höhe steigen ständig Dampfschwaden über der Ross-Insel auf: Den Mount Erebus zu beobachten bedeutet, ein Phänomen extremer Hitze inmitten einer Landschaft intensiver Kälte zu sehen. Der südlichste aktive Vulkan der Welt – er brach zuletzt im Jahr 2020 aus – hat von seiner Faszination nichts verloren.

6. An Küsten wandern, die bisher kaum ein Mensch betreten hat

Mit Schneeschuhen auf vereisten Küsten unterwegs sein, das Knirschen des Schnees unter den Füßen – und das Bewusstsein, dass vor einem kaum jemand hier war. Inseln wie die Charcot-Insel oder die Pourquoi-Pas-Insel sind unbewohnt, abgelegen und von einer Stille, die sich anfühlt wie eine Einladung. Gelegentlich kreuzt ein Seelöwe den Weg, eine Pinguin-Kolonie beobachtet den Besucher mit stoischer Gelassenheit. Was bleibt, ist die tiefe Ehrfurcht, die sich in dieser menschenleeren Landschaft einstellt.

7. Eine Postkarte von der südlichsten Post der Welt schicken

Eine Poststelle in der Antarktis – das klingt wie ausgedacht. Und doch existiert sie: In Port Lockroy, einer ehemaligen Wissenschaftsstation, heute ein Museum, betreiben Freiwillige drei Monate im Jahr die südlichste Post der Welt. Hier können PONANT-Gäste eine Postkarte schreiben und sie ganz offiziell von hier absenden lassen – frankiert, gestempelt und auf den Weg gebracht von jemandem, der nebenbei auch noch eine Eselspinguin-Kolonie betreut und die historischen Gebäude in Stand hält. Eine kleine Geste, die von einem der ungewöhnlichsten Orte der Erde erzählt.

8. Das Larsen-Schelfeis in der Weddell-See auf sich wirken lassen

Wer es zum ersten Mal sieht, glaubt einen Moment lang nicht an einen natürlichen Ursprung – so exakt, so geometrisch, so vollkommen empfangen den Besucher die Eisklippen des Larsen-Schelfeises. Und doch ist das, was sich hier vor dem Betrachter ausbreitet, eines der größten Naturwunder der Erde. Das Schelfeis besteht aus mehreren gewaltigen, schwimmenden Eisplatten und bildet dadurch eine der wichtigsten Schutzbarrieren für das antarktische Eisschild. Hier zu stehen bedeutet, sich von der Schönheit der Welt überwältigen zu lassen.

9. Die einzigartigen Meeresbewohner der Antarktis beobachten

Rund um Küsten der Antarktis wimmelt es vor Leben – und wer die Augen offenhält, wird belohnt. Krabbenfresser- und Weddell-Robben ruhen sich auf Eisschollen aus. Seelöwen gleiten durch das klare Wasser. Und auf den Wanderrouten der großen Wale, die durch den antarktischen Ozean führen, begegnen die Besucher immer wieder Buckelwalen und anderen Meeressäugern. Wer Glück hat, erlebt aus nächster Nähe die sanfte, langsame Auftauchbewegung eines Blauwals. Ein Moment, den man so schnell nicht vergisst.

10. Mit dem Kajak zwischen Eisschollen hindurch gleiten

Kein Motor, kein Lärm – nur das leise Eintauchen der Paddel ins Wasser und das gedämpfte Knacken des Eises ringsum. Wer die Antarktis vom Kajak aus erlebt, erlebt sie anders: nah, still, auf Augenhöhe. Zwischen gefrorenen Wänden hindurchzugleiten, die Stille fast physisch zu spüren – das sind Momente reinen Glücks. Das Kajak ist vielleicht die persönlichste Art, einen der letzten wirklich unberührten Orte der Erde zu begegnen.

Sind Sie bereit für das Abenteuer Ihres Lebens?

Am 11. Januar 2028 sticht Le Commandant Charcot – das einzige Passagier-Eisbrecher der Welt – zur ersten vollständigen Umrundung der Antarktis in See. Die Reise beginnt in Ushuaïa, führt über den Pazifik nach Hobart in Tasmanien und kehrt via südlichem Indischen Ozean und Atlantik zurück. 23.000 Kilometer Küstenlinie. Zwei Monate in den beeindruckendsten und schönsten Gewässern der Erde. Ein Abenteuer, das es so noch nie gegeben hat.

 

Bildnachweis: ©PONANT/Julien Fabro; Mike Louagie; Nicolas Dubreuil; ©StudioPONANT/Olivier Blaud; Morgane Monneret; Nathalie Michel; Clement Louineau; Laurence Fischer; Adrien Morlent; Camille Martin Juan

PONANT-Schiff in einer eisfreien Bucht, umgeben von schneebedeckten Bergen auf Amy Point, Wiencke Island, Antarktis

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