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Die Philippinen – Tipps für Ihre Reise

barques sur la plage à Claveria, sur l’île de Luzon, Philippines

Vom spanischen Erbe zu den Lagunen Palawans

 

Mehr als siebentausend Inseln, verstreut über den Pazifischen Feuerring. Die Philippinen liegen an einem Kreuzungspunkt der Geschichte, dort wo Asien auf Spanien traf – und später auf Amerika. Treffen Sie Sylviane de Tracy, Leiterin Forschung und Entwicklung bei PONANT EXPLORATIONS, die gerade von einer Erkundungsreise durch den Archipel zurückgekehrt ist. Sie erzählt uns von den natürlichen und kulturellen Schätze eines Landes, dessen Menschen so offen und warmherzig sind wie seine Küsten.

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Die Philippinen – das ist die Wärme der Menschen und die ungezähmte Schönheit der Natur.

Sylviane de Tracy, Leiterin Forschung und Entwicklung, PONANT EXPLORATIONS

Durch die Gassen von Vigan in eine andere Zeit reisen

calèche dans les rues de Vigan, Philippines

Im Norden der großen Insel Luzon taucht Vigan auf wie eine steinerne Fata Morgana. Dieses nördliche Kleinod lässt die tropische Schwüle vergessen und beschwört Erinnerungen an das Spanien des 16. Jahrhunderts herauf. Über das Kopfsteinpflaster hallen die Schritte der Pferde der Kalesas, jener Kutschen aus einer längst vergangenen Zeit. Unter den perlmuttfarbenen Capiz-Fenstern zeigt sich die älteste Kolonialstadt Asiens als nahezu unberührtes historisches Kleinod – eine Kulisse, die zum Staunen einlädt.

Mit dem Tuk-Tuk durch die Geschichte von Currimao

site ancien près de Currimao aux Philippines

Ganz in der Nähe von Currimao wartet die nächste Überraschung. Direkt am Meer wurde hier ein gesamtes Ensemble aus historischen Bauten, die vor dem Verfall gerettet wurden, Stein für Stein neu aufgebaut. Das Labyrinth aus Erinnerung und Architektur lässt sich am besten per Tuk-Tuk erkunden. „Die Einbindung lokaler Akteure ist eine Form des Austauschs, die essenziell ist“, betont Sylviane de Tracy. Eine seltene Begegnung mit der Seele eines Landes, die besser kaum zugänglich ist.

Die Philippinen: ein Archipel aus mehr als 7.000 Inseln

Mit seinen 7.641 Inseln gliedert sich der Archipel in drei große Regionen: Luzon im Norden, die Visayas in der Mitte und Mindanao im Süden. An der Westseite erstreckt sich eine Inselkette von Luzon bis in die Provinz Palawan – ein wilder Landstreifen, der sich weit ins Südchinesische Meer hineinschiebt.

Über die einstige amerikanische Basis von Corregidor streifen

statue de soldats dans l’ancienne base américaine de Corregidor aux Philippines

Einst Quarantänestation an der legendären Handelsroute Acapulco-Manila, ragt Corregidor am Eingang der Bucht von Manila aus dem Wasser. Was im Zweiten Weltkrieg zum tragischen Schlüsselpunkt wurde, ist heute von Dschungel überwuchert. Rostende Kanonen dienen Vögeln als Ausguck. Der Wald schließt hier die Wunden der Geschichte – in absoluter Stille.

Acapulco-Manila: die Route der Galeonen

Mehr als zwei Jahrhunderte lang war dies eine der längsten und bedeutendsten Seerouten der Welt. Spanische Galeonen brachten das Silber aus Amerika nach Manila und tauschten es gegen Seide, Porzellan und Gewürze aus Asien. Dieser transpazifische Austausch machte den Archipel zu einem der ersten Knotenpunkte der Globalisierung – und formte eine einzigartige Identität: eine asiatische Nation durchdrungen von spanischer Kultur und katholischem Glauben.

Manila: eine Stadt, die jeden Besucher in ihren Bann schlägt

port et gratte-ciel de Manille, Philippines

Manila nimmt einen mit. Die philippinische Hauptstadt schleudert den Besucher in eine schwindelerregende Komposition aus Lärm, Farbe und Leben. Hinter der modernen Fassade der Hochhäuser hält sich die spanische Seele, geschützt von den Mauern des Stadtviertels Intramuros. Und ganz unerwartet: der amerikanische Soldatenfriedhof mit seinen weitläufigen Rasenflächen und alten Bäumen. Wahrhaftig eine Insel der Ruhe mitten im Getümmel.

Die Straße – lebendige Bühne des Alltags

Auf den Philippinen hat die Straße ihren eigenen Takt. Das Pflaster ist hier nicht nur Verkehrsfläche, es ist die Verlängerung des Wohnzimmers. „Das Schauspiel bietet sich rund um die Uhr“, sagt Sylviane de Tracy. Bunte Garküchen, dösende Hunde und lachende Kinder teilen sich die Fahrbahn, während ganze Familien auf Motorrädern balancieren, als wären die Gesetze der Physik bloße Empfehlungen.

Das türkisfarbene Wasser Palawans erleben

falaises et mer turquoise sur l’île de Palawan aux Philippines

Weiter nach Palawan, nach Coron: Schwarze Kalksteinzinnen steigen aus dem Horizont und stürzen in ein Meer aus tausend Blautönen. Ein faszinierendes Labyrinth aus Mineralien, in dessen Herz Seen und Lagunen ihr klares Wasser zur Schau stellen. Ein Ort wie geschaffen zum Schnorcheln – man bewegt sich schwerelos durch das Wasser, winzig klein zu Füßen der aufragenden Felsformationen.

Den verborgenen Fluss von Puerto Princesa entdecken

rivière souterraine de Puerto Princesa, Philippines

Weiter im Süden wartet ein weiteres Welterbe der UNESCO: der unterirdische Fluss von Puerto Princesa. Der Weg dorthin ist selbst schon ein Abenteuer. Nach der Durchquerung des Dschungels besteigt man ein kleines Boot, um unter den Fels zu gleiten. In der Stille der Grotte enthüllt sich eine grandiose Naturkathedrale, von Wasser und Zeit aus dem Stein gemeißelt.

Auf den Grund gehen – der Schiffsfriedhof von Coron

Die Gewässer von Coron: der Traum jedes Tauchers. Im September 1944 versenkte die amerikanische Luftwaffe hier eine japanische Flotte. Heute liegen rund ein Dutzend Schiffe in geringer Tiefe. Das Meer hat den Stahl längst zurückgefordert: Weichkorallen und Schwärme tropischer Fische tanzen um die gespenstischen Konturen der Okikawa Maru oder der Irako.

Die Herzlichkeit der philippinischen Menschen spüren

Jenseits der Landschaften ist eine Reise auf die Philippinen „eine Lektion fürs Leben“, sagt Sylviane de Tracy. In den abgelegenen Dörfern dasselbe Willkommen, dieselbe Freude an der Begegnung. Die anfängliche Schüchternheit der Kinder weicht rasch Neugier und Gelächter – Ausdruck einer Gastfreundschaft, die tief verwurzelt ist. Eine Wärme, die aus einem lebendigen Glauben schöpft. Die Gotteshäuser sind hier keine stillen Orte, sie sind Zentren des Gemeinschaftslebens, unsichtbares Band, das die Menschen in gemeinsamer Würde zusammenhält.

Tuk Tuk aux Philipiines

Eine katholische Ausnahme in Asien

Mit mehr als 80 % Gläubigen sind die Philippinen das einzige große Land mit katholischer Mehrheit auf dem asiatischen Kontinent – neben Osttimor. Dieses spirituelle Erbe aus drei Jahrhunderten spanischer Präsenz hat seine sichtbarste Verkörperung im Santo Niño. Die Statuette des Jesuskindes wurde 1521 von Ferdinand Magellan bei den ersten Taufen in Cebu überreicht – sie ist die älteste religiöse Reliquie des Landes und Mittelpunkt einer tief verwurzelten Volksverehrung.

Die persönlichen Entdeckungen von Sylviane de Tracy

„Bei dieser Erkundungsreise habe ich Orte besucht, die bis heute kaum bekannt sind. Eine dieser kleinen Perlen ist Claveria, ein Fischerdorf. Eine wunderbare Bucht mit türkisfarbenem Wasser, Palmen im Hintergrund und am Strand rund hundert Auslegerkanus, die zum Fischen genutzt werden. Das ist außergewöhnlich. Auch die Batanes-Inseln, die näher an Taiwan als an den Philippinen liegen, sind bemerkenswert. Man fühlt sich wie in Schottland: satte grüne Wiesen, Kühe, sanfte Hügel.“

Crique de Tiñan de Chamantad, île de Sabtang dans la province de Batanes, Philippines

 

Crédits photos : Sylviane de Tracy ; iStock

île tropicale de Cresta de Gallo, Philippines

Mit PONANT auf die Philippinen

Mit PONANT Explorations entdecken Sie die schönsten Küsten der Philippinen.

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