Auf den Großen Seen: Wo der Herbst das Wasser vergoldet
Genießen Sie eine Kreuzfahrt über die ausgedehnteste Süßwasserfläche der Welt.
Sankt-Lorenz-Strom, Indian Summer, die Großen Seen – und eine Stille, die sich über die unglaubliche Landschaft senkt. Eine Reisereportage.
Die Großen Seen Kanadas – ein Mythos
Die Wasserstraßen Kanadas zu befahren bedeutet, sich einem intensiven Austausch mit seiner Umgebung zu öffnen. Allen voran die Großen Seen, die tatsächlich ausgedehnteste Süßwasserzone unseres Planeten bilden.
Dass man dort bislang vor allem kleinere Boote antrifft, hat seinen Grund: Die Navigation ist für große Schiffe nicht ganz einfach. Mit der Le Champlain, einem der exklusiven Schiffe der PONANT Flotte, lässt sich dieses Erlebnis nun hautnah und unmittelbar erleben.
Die leuchtenden Farben des Indian Summer
Die Schönheit der kanadischen Binnengewässer verdanken sie auch der sie umgebenden Landschaft. Dem Spiegelbild der tausend Farben der Bäume, die die Ufer säumen. Wer über diese Wasser gleitet, entdeckt eine Palette, die vom Gelb bis Magenta reicht und jeden erdenklichen Ockerton umfasst. Angesichts dieses unvergleichlichen Farbenspiels versteht man, warum der Indian Summer so oft besungen und gemalt wurde. Vom Schiff aus, wenn der Tag zur Neige geht und die Ufer aufleuchten, genießt jeder Betrachter diesen besonderen Augenblick. Am nächsten Tag – an Land – geben Ausritte, Blockhütten, Lagerfeuer und schwere Decken dem Abend eine besondere Tiefe, die das Herz berührt und die Seele fast überlaufen lässt.
Die Kraft der Natur erleben an den Niagarafällen
Die Niagarafälle verkörpern die Kraft der Natur in ihrer reinsten Form. Als markantes Wahrzeichen dieser alten Irokesen-Gebiete trennen sie die Seen Erie und Ontario und bilden zugleich auf mehr als einem Kilometer Länge eine natürliche Grenze zu den Vereinigten Staaten. Wer vor diesen gewaltigen Wasserfällen steht, begreift augenblicklich, welchen Platz er in dieser Welt einnimmt. Dank der präzisen Erläuterungen erfahrener Guides wird aus der bloßen Betrachtung ein echtes Verstehen – diese Erfahrung bereichert jeden Besucher.
Der Sankt-Lorenz-Strom in seiner stillen Größe
Die fünf Großen Seen speisen den Sankt-Lorenz-Strom, den die Le Champlain auf ihrer gesamten Reiseroute befährt. Sie sind durch einen einzigen Abfluss miteinander verbunden: sein gewaltiges Mündungsdelta. Der französische Entdecker Jacques Cartier, der den Strom am 10. August 1535 – dem Namenstag des Heiligen Laurentius – entdeckte, gab ihm seinen Namen. Bis heute ist der Strom einer der wichtigsten Wasserwege des Landes; er durchquert das gesamte Québec. Und er beherbergt eine der reichsten Wassertierwelten überhaupt – mit dem Blauwal als ihrem beeindruckendsten Vertreter vor Ort.
Im Reich der großen Meeressäuger
Ins Mündungsgebiet des Sankt-Lorenz-Stroms zieht sich der Blauwal – stolze 25 Meter lang und viele Tonnen schwer – jeden Herbst zurück, bevor er seine lange Winterreise antritt. Vom Schiff aus sieht man oft in der Ferne den ersten Blas. Nach der Sichtung der Wale hält jeder Beobachter unwillkürlich den Atem an, ein Kribbeln macht sich breit. Um den Wal in seinem behutsamen Auftauchen nicht zu stören, senkt sich die Stille über die Betrachter.
Der Vorhang hebt sich. Zuerst ein Teil des Rückens, dann die Fluke – übersät mit kleinen Muscheln. Wer Glück hat, erlebt vielleicht den großen Moment: wenn der Wal springt, und er vollständig aus dem Wasser auftaucht. Die Blauwale sind eindrucksvoll, doch nicht allein: Robben mit markanten Schnurrhaaren und Orcas in ihrem schwarz-weißen Muster begleiten das Schauspiel und sorgen auf ihre Art für viele unvergessliche Momente.
Gebannt halten die Zuschauer diese kostbaren Augenblicke fest, tauscht stille Blicke. So entstehen die Erinnerungen, die bleiben.
Mit PONANT die Großen Seen entdecken
Satte Farben und sanftes Dahingleiten: Eine Kreuzfahrt auf den kanadischen Großen Seen ist eine Reise, die man nicht vergisst.


