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Reisebericht aus Südost-Asien

Récit de voyage en Asie du Sud-Est

Wasser, Feuer, Luft, Erde: Eine Reise ins Herz der östlichen Weisheit

Christine und Laurent Lévêque hatten einen Traum: Südostasien – und ein Vulkan zum Geburtstag. Was daraus wurde, war mehr als eine Reise. Es war eine Begegnung mit sich selbst, zwischen Vietnam und Bali, zwischen alten Tempeln und glühendem Gestein. Für unser Magazin haben sie aus ihrem Reisetagebuch erzählt.

Kulturelle und natürliche Vielfalt in Vietnam

Ho-Chi-Minh-Stadt empfängt mit Lärm, Farbe und Bewegung. Es hat keinen Sinn, gegen den Strom zu schwimmen: hier lässt man sich am besten treiben. Christine erinnert sich: „Wir haben die ruhigen Ecken geliebt, die wir mehr oder weniger zufällig entdeckt haben. Die präzisen Handgriffe eines Lackkünstlers in seiner Werkstatt, die bunten Marktstände, die nach Gewürzen duften. Im Fito-Museum hätte ich stundenlang bleiben können. Es ist in einem alten Haus mit typisch vietnamesischer Architektur untergebracht und zeigt, wie eng die Vietnamesen mit der Welt der Heilpflanzen und der traditionellen Medizin verbunden sind. Faszinierend.“ Der Archipel der Con-Dao-Inseln im Südchinesischen Meer hinterließ ebenfalls einen unvergesslichen Eindruck: wilde Landschaften, Fischerdörfer, kristallklares Wasser.

Ein faszinierendes Kulturmosaik in Singapur

Singapur überrascht an jeder Ecke. Nur wenige Schritte trennen Chinatown von Little India, die Arab Street von futuristischen Hochhausvierteln. Die Botanischen Gärten – UNESCO-Welterbe mit über 10.000 Pflanzenarten – boten dem Paar einen ganz anderen Rhythmus als das hektische Stadtleben auf den Straßen. Den Abend beschloss ein Cocktail in der Rooftop-Bar des Marina Bay Sands, mit Blick über eine Stadt.

Die außergewöhnliche Unterwasserwelt von Karimunjawa

Vor der Küste Javas wartete eine andere Art von Begeisterung. Beim Schnorcheln zeigte Naturführer Victor den Lévêques einen Spot, den sie sofort als besonders erkannten. „Es war so außergewöhnlich, dass wir uns direkt ins Wasser gestürzt haben. Eine solche Unterwasserwelt, diese Vielfalt in einem unfassbar schönen Lebensraum – das hatten wir noch nie gesehen.“

Un sentiment de paix intérieure à Borobudur

Avec ses 123 mètres de côté, 34,50 mètres de haut, 500 statues de Bouddha, et cinq kilomètres de bas-reliefs qui racontent l’histoire du bouddhisme, Borobudur, construit au 9e siècle, est l’un des plus grands monuments bouddhistes au monde, qui surgit au milieu d’un parc arboré luxuriant. « Lorsque les moines ont atteint le sommet du temple, la pluie s’est mise à tomber, vidant d’un coup le site de ses visiteurs. Nous sommes restés le temps que le ciel se calme… Ce fut un moment suspendu, exactement comme dans le récit du journaliste Roger Vailland en 1950, que j’avais emporté dans mes bagages ! » s’extasie Laurent.

Das Schauspiel des Vulkans Mont Bromo

Der Mont Bromo ist ein aktiver Vulkankegel auf über 2.300 Metern Höhe. Man steigt nachts auf, um den Sonnenaufgang zu erleben – und 250 Stufen führen zum Kraterrand. Je näher man kommt, desto intensiver der Schwefelgeruch. Der Anblick, der sich vor den Besuchern auftut, lässt sich kaum beschreiben. Christine erinnert sich: „Wir überquerten schwarze Sandebenen und stiegen langsam auf. Am Rand des Kraters: ein jadegrüner See, ein dumpfes Grollen, dichter Rauch. Wasser, Feuer, Luft, Erde. Ich habe mich noch nie so nah an den Vorgängen im inneren der Erde gefühlt. Man kommt sich so klein vor – und ist gleichzeitig so wach.“

Spirituelle und kulturelle Erlebnisse auf Bali

Bali hat seine hinduistischen Traditionen bewahrt. Reisterrassen, Tempel, tropische Gärten voller Orchideen, Wasserfälle, Thermalquellen in grünen Tälern – die Insel trägt die Schönheit der Welt in sich. Die Lévêques verbrachten einen Tag bei einer balinesischen Familie: Reinigung mit dem Wasser heiliger Quellen eines Tempels, gemeinsames Vorbereiten von Opfergaben und der täglichen Mahlzeit. „Die Balinesen stellen täglich pflanzliche Opfergaben für Verstorbene und Götter her. Sie bauen reich verzierte Altäre in den Innenhöfen ihrer Häuser.“ Ebenfalls Bestandteile des Alltags sind Reisernte, Kokosölherstellung, Bambusgeflecht – und Tänze zum Klang des Gamelan.

Der geheimnisvolle Komodo-Archipel

Komodo-Drachen gibt es nur hier: auf Komodo, in Indonesien. Über drei Meter lang, bis zu 70 Kilogramm schwer, die größten Echsen der Welt. Laurent sagt es schlicht: „Diese Ufer zu betreten und die berühmten Komodowarane auf ihrer wilden Insel zu beobachten – das war ein Sprung durch Zeit und Raum.“

 

Crédits photos : ©iStock

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