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Malta, Sizilien und Sardinien: drei Inseln, tausend Entdeckungen

Amazing panorama at the Tonnara di Scopello, province of Trapani, Sicily.

Welche Insel erfüllt Ihre Reiseträume?

Wenn man sich zwischen Malta, Sizilien und Sardinien entscheiden müsste – wohin würde die Reise gehen? Hier sind die Argumente für jeden dieser drei Schätze des Mittelmeers. Es sei denn, der wahre Luxus liegt darin, alle drei kennenlernen zu dürfen.

Das Highlight, das man nicht verpassen darf

Drei Inseln, drei Städte, in deren Straßen die Geschichte spürbar ist. Wer hier durch alte Gassen geht, begegnet Spuren von früheren Bewohnern aus vielen Jahrhunderten, manchmal Jahrtausenden. Und manche Tradition ist so lebendig, dass man gar nicht glauben kann, wie alt sie ist.

Sizilien

Einst Rivalin Athens, später Kronjuwel des griechischen Imperiums: Syrakus trägt sein bewegtes Erbe offen zur Schau. Arabische, römische, normannische und byzantinische Einflüsse verschmelzen hier zu einem Stadtbild, das Geschichte lebendig macht.

Sardinien

Mit einem antiken Amphitheater für über 10.000 Zuschauer, mittelalterlichen Türmen und einer barocken Kathedrale kann man in Cagliari seinen einstigen Glanz noch ahnen. Die frühere Hauptstadt des Königreichs Sardinien atmet Macht und Stille zugleich.

Malta

Vittoriosa, Cospicua und Senglea liegen La Valletta direkt gegenüber und werden oft übersehen. Doch Vittoriosa atmet Wiege maltesischer Geschichte den Geist der Johanniter, während die Marina von Cospicua und das alte Senglea für sich selbst sprechen.

Der schönste Strand

Das Meer des Mittelmeers kennt viele Gesichter: mal wild und einsam, mal sanft und einladend, mal in einem Blau, das man anderswo vergeblich sucht. Welche Küste am meisten beeindruckt, beatwortet jeder anders.

Sardinien

Nördlich von Baja Sardinia liegt die Cala dei Ginepri – ruhig, familienfreundlich und erstaunlich wenig besucht im Vergleich zu den bekannteren Buchten der Insel.

Sizilien

Tre Fontane vereint zwei Strandwelten: auf einer Seite Liegestühle, Bars und Restaurants mit Aufsicht, auf der anderen offene Wildnis. Das klare, flache Wasser lädt alle ein.

Malta

Im Südwesten Maltas bildet der St. Peter’s Pool ein natürliches Meerwasserbecken in tiefem Türkis, umgeben von flachen Felsen, die zum Verweilen einladen.

Das am besten gehütete Geheimnis

Wer abseits der bekannten Wege unterwegs ist, findet die eigentlichen Geschichten. Diese drei Orte kennt man nicht aus Reiseführern – man erzählt sie weiter, wenn man zurückkommt.

Sizilien

Auf 756 Metern Höhe thront die mittelalterliche Stadt Érice über dem Meer und Trapani. Ihre Festung und Wachtürme führen zurück in eine Zeit, als der Berg der Göttin Venus geweiht war.

Malta

Ic-Caħqaq ist eine abgelegene kleine Bucht mit glasklarem Wasser und artenreichen Riffen – ideal für alle, die einfach treiben lassen oder mit dem Schnorchel die Unterwasserwelt erkunden möchten.

Sardinien

An der Südspitze der Insel ragt die archäologische Stätte Nora aus dem Boden – gegründet von den Phöniziern, später karthagisch, dann römisch. Ein fast intaktes Theater, Thermen und feine Mosaiken sind geblieben.

Der authentische Spaziergang

Manche Orte erschließen sich nur zu Fuß, in aller Ruhe. Drei Inseln, drei Spaziergänge, die mehr erzählen als jede Führung.

Sardinien

Wenige Kilometer von Cagliari entfernt ist San Sperate ein Dorf, das seit 1966 zur Freiluftgalerie geworden ist. Fresken an Hauswänden, Skulpturen in Gassen – Kunst als Teil des Alltags.

Malta

Im Fischerort Marsaxlokk schaukeln die luzzi, die blau-gelb bemalten Traditionsboote, im Hafen. Schutzaugen am Bug, Steinhäuser, Palmen – vieles ist geblieben seit der Gründung durch die Phönizier.

Sizilien

Palermo ist eine Stadt, von der man nicht genug bekommen kann. Normannischer Prunk, maurische Ornamente, der Teatro Massimo, die Quattro Canti mit ihren vier Jahreszeiten-Brunnen – seit dem 9. Jahrhundert im Gespräch, und das zurecht.

Was die Natur Großartiges zu bieten hat

Das Mittelmeer hat seine dramatischen Seiten. Hier sind drei Naturschauspiele, die man so schnell nicht vergisst – von der stillen Lagune bis zum Feuerberg.

Malta

Zwischen den Inseln Comino und Cominotto liegt die Blaue Lagune – ihr Wasser wechselt von Cyan über Türkis bis Smaragd. Dieser Ort muss sich nicht vor der Karibik und Polynesien verstecken.

Sardinien

Die Neptungrotten bei Alghero erreicht man über 660 Stufen oder vom Wasser aus. Seit zwei Millionen Jahren in Entstehung, beherbergen sie den Lamarmora-See, einen der größten Salzseen Europas.

Sizilien

Der Ätna, 3.300 Meter hoch, ist der aktivste und höchste Vulkan Europas – und im 20. Jahrhundert allein über 80-mal ausgebrochen. Seine Gegenwart ist unübersehbar, seine Energie kaum zu fassen.

Die Spezialität, die man probiert haben muss

Wer das Mittelmeer versteht, versteht es auch durch das Essen. Auf diesen drei Inseln landet man an einem Tisch, bevor man an einem Strand angelangt ist.

Sizilien

Cannoli: knuspriger Teig mit Marsala und Zimt, gefüllt mit gesüßter Ricotta-Creme, getoppt mit Puderzucker, Schokolade oder Orangenzesten. Eines reicht selten.

Malta

Stuffat tal-fenek ist das maltesische Nationalgericht: Kaninchen in Tomatensoße mit Rotwein, Knoblauch, Zwiebeln, Lorbeer und Zimt, stundenlang geschmort, serviert mit Kartoffeln oder Spaghetti.

Sardinien

Sardiniens Weiden und Wälder liefern das Beste für den Tisch. Porceddu allo spiedo – am Spieß gebratenes Spanferkel – ist eine Spezialität, die hier zur Tradition gehört.

Crédit photos : © iStock ;  © Unspalsh ;  © Ponant

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