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Kreuzfahrten in Baja California: Halbinsel zwischen Pazifik und dem Golf von Kalifornien

Bahia Los Angeles en Basse-Californie

Oase zwischen zwei Meeren

Ein Juwel zwischen Pazifik und dem Golf von Kalifornien: Baja California liegt am äußersten Westen Mexikos – und ist einer der letzten wirklich unberührten Winkel der Erde.

Als wir planten, auch hierher Kreuzfahrten anzubieten, war uns klar, dass wir an diesem unberührten Ort ganz behutsam auftreten wollen. Unseren Angeboten vorangegangen ist eine zwanzigtägige Erkundungsreise von José Sarica, dem Leiter des Expeditionsprogramms bei PONANT Explorations. Sein Bericht liegt unserer Routen- und Reiseplanung zugrunde.

Erste Begegnung mit einer unberührten Natur

Die Reise beginnt an der Ostküste, vor der Insel Espíritu Santo und den Los Islotes. Kalifornische Seelöwen empfangen das Team mit ihren eleganter Grazie im Wasser. Hunderte Pelikane stürzen sich in die Mangroven. Ein einziger Tag an diesem Ort bringt Vulkanstrände, türkisfarbenes Wasser, pulsierende Mangroven. Was für ein Naturschauspiel.

Cabo Pulmo en Basse-Californie

Cabo Pulmo: Begegnung mit den Hütern des Meeresschutzgebiets

Im Südosten der Halbinsel liegt Cabo Pulmo – ein Symbol für den Wandel, den diese Region in den 1990er-Jahren vollzogen hat. José Sarica trifft hier Mario Castro, einen ehemaligen Fischer, der früh erkannte: Ohne Schutz würde der Reichtum der Meere nicht zu erhalten sein. Er mobilisierte Wissenschaftler, Verbände und die lokale Gemeinschaft, bis die mexikanische Regierung ein nationales Meeresschutzgebiet einrichtete. Mit dem Verbot der Fischerei im Meerespark erholte sich das Riff. Die früheren Fischer wurden zu Naturführern und zertifizierten Tauchern.

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„Vor vierzig Jahren wurden noch Grauwale gejagt. Die Meeresressourcen des Golfs von Kalifornien wurden gnadenlos ausgebeutet. Dann wuchs das Bewusstsein. Heute sind es die lokalen Gemeinschaften, die uns den Weg weisen.“

José Sarica

Cabo Pulmo en Basse-Californie

Nach einem Tauchgang inmitten eines Schwarmes von Teufelsrochen – die in perfekter Koordination ein fantastisches Schauspiel bieten – setzt die Gruppe ihre Erkundungsfahrt mit Kurs auf den Nationalpark Loreto im Norden fort.

Der Nationalpark Loreto: „Der perfekte Ausflug“

​Schnorcheln, Walbeobachtung, atemberaubende Panoramen – im Nationalpark Loreto „verbindet sich alles“, wie José Sarica es in Worte fasst. Auf der Insel Coronado wird der traumhafte Strand alle glücklich machen, die es lieber ruhig angehen lassen. Sowohl Steinbeck-Canyon als auch Stratovulkangipfel locken erfahrene Wanderer zu fantastischen Panoramen.

Cabo Pulmo en Basse-Californie

Als eine Schule von rund hundert großen Tümmlern im kristallklaren Wasser zwischen den Inseln Carmen und Danzante auftaucht, wird die Begegnung zu einer „Naturdoku in Echtzeit. Ich habe selten eine so außergewöhnliche Szene erlebt“, berichtet José Sarica.

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„Den Nationalpark Loreto zu erkunden ist ein seltenes, exklusives Erlebnis – für Gäste, die Unbekanntes suchen, Unzugängliches, Authentisches. Die die Welt erleben wollen, die abseits der gewöhnlichen Reiseziele liegt.“

José Sarica

John Steinbeck in Baja California

Dass einige Orte in Baja California den Namen des amerikanischen Schriftstellers John Steinbeck tragen, kommt nicht von ungefähr. 1940, auf der Flucht vor den feindseligen Reaktionen auf „Früchte des Zorns“, bricht der Autor zu einer Forschungsreise auf – geleitet vom Biologen Ed Ricketts. Sein Reisetagebuch „Log from the Sea of Cortez“ gilt bis heute als Pionierwerk der Ökologie.

Auf der Suche nach den Grauwalen von Baja California

Cabo Pulmo en Basse-Californie

José Sarica träumt seit mehr als vierzig Jahren davon, Grauwalen zu begegnen. Die Möglichkeit, dieses Erlebnis mit den Gästen von PONANT zu teilen, war einer der Gründe für diese gesamte Erkundungsreise. Jedes Jahr wandern die Grauwale von Mitte Dezember bis Mitte April aus den eisigen Gewässern Alaskas oder Sibiriens in die Lagunen an der Pazifikküste Baja Californias – zur Fortpflanzung. „Das ist die längste Migration unter den Säugetieren“, erzählt José. Das Team macht sich reist Richtung Westen.

In der Bahía Magdalena ist es zunächst ein Buckelwal, der für Aufregung sorgt. Die Tiere sind bekannt für ihre lebhaften Sprünge und ihre Gesänge. Das Team genießt den Anblick, bleibt aber bei der Sache und setzt die Suche nach Grauwalen im Norden fort.

Cabo Pulmo en Basse-Californie

In der Lagune von San Ignacio zeigen sich die Männchen noch schüchtern. Doch in Guerrero Negro – bekannt als Heimat der größten Grauwal-Population von Baja California, von der ein kleiner Teil von rund zehn Prozent Neugier gegenüber Menschen zeigt – folgt die Erfüllung eines Jahrzehnte alten Traums.

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„Die Wale kamen auf uns zu, um sich streicheln zu lassen. Nicht wir gingen auf sie zu – sie kamen zu uns. Eine unglaubliche Begegnung. Ich war zu Tränen gerührt.“

José Sarica

Diese Lagune ist besonders beliebt bei den Walen: Die hohe Salzkonzentration im Wasser hilft neugeborenen Kälbern, schnell an die Oberfläche zu schwimmen – was ihr Überleben sichert. Ein Geheimnis, das die Wale einander weiterzugeben scheinen.

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„Wir werden die Ersten sein, die dieses einmalige Erlebnis in dieser schwer zugänglichen Lagune anbieten.“

José Sarica

Cabo Pulmo en Basse-Californie
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„Der Grauwal ist wenige Meter von mir entfernt und blickt mich von unten an. Wir schauen uns an. Dann legt er den oberen Teil seines Kopfes in meine Hand. Die Zeit steht still…“

José Sarica

Erkunden, respektieren, zum Botschafter werden

In dieser fantastischen Gegend warten eine ganze Menge unvergesslicher Momente: einer Gruppe von Seelöwen beim Sonnenbaden zuschauen, mit ihnen im offenen Wasser schwimmen. Den Rufen der Jungtiere lauschen, wenn sie mit ihrer Mutter Kontakt aufnehmen. Lautlos durch Mangroven gleiten, wenn Pelikane im Sturzflug ins Wasser schießen. Mit Grauwalen in Kontakt kommen. Diese Augenblicke gehören denjenigen, die gelernt haben innezuhalten und zurückzutreten – damit die Natur das Wort ergreift.

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„Auch die sorgfältigste Planung kann solche einmaligen Momente nicht vorhersehen. Das ist einfach magisch.“

José Sarica

Cabo Pulmo en Basse-Californie

Die Besucher beschränken sich darauf, das Schauspiel der Natur zu beobachten. Dieser respektvolle Umgang liegt schon den Biosicherheitsprotokollen zugrunde, die PONANT bei jedem Besuch eines sensiblen Gebiets anwendet – ob in polaren oder tropischen Regionen: Händewaschen mit umweltverträglicher Seife, Desinfektion aller Ausrüstung, die ins Wasser gelangt. Das Ziel: jede Form von Biokontamination verhindern, ob vom Menschen zum Tier oder umgekehrt. Und eine unveränderliche Leitlinie: wenn überhaupt, dann die Tiere den Kontakt initiieren zu lassen. Ein Ansatz, der sich auch darin zeigt, „nur mit lokalen Guides und Booten zu arbeiten, die die Wale kennen“, wie José Sarica betont.

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„Die Gäste, die mit uns Baja California erkunden, hinterlassen vor Ort nur den Abdruck ihrer Füße.“

José Sarica

Und eigentlich jeder, her hier war, kehrt als Botschafter der Destination nach Hause zurück. „Man schützt, was man kennt“, so José Sarica. „Was wir wollen: dass die Gäste verändert heimkehren. Dass sie verstehen, was sie erlebt haben – nicht nur als Glück, sondern als Verantwortung, ja als persönliche Verpflichtung.“

Fotonachweis: ©PONANT: J. Fabro

Cabo Pulmo en Basse-Californie

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