Inseln in der Weite des pazifischen Ozeans
Wie ein Trugbild tauchen sie aus dem Pazifik auf – eine nach der anderen, jede mit einer Schönheit, die keine Worte braucht. Mehr als hundert Inseln bilden den polynesischen Archipel, den man zwar am besten über das Wasser erreicht und versteht, aber auch zu Fuß erkunden kann, auf Pfaden, die in das Innere dieser alten Vulkanwelten führen.
Die Weltgegend, die wir gern „Südsee“ nennen, umfasst fünf Archipele: die Gesellschaftsinseln, der Tuamotu-Archipel, die Marquesasinseln, die Austal-Inseln und die Gambierinseln. Auf der Hauptinsel Tahiti leben etwa 50% der Einwohner von Französisch-Polynesien.
Fünf Reiseziele, die ganz sicher nicht gewöhnlich sind. Ua Reva! (Los geht’s!)
Die Gesellschaftsinseln
Eine Reise nach Französisch-Polynesien ist nicht zuletzt ein Erlebnis für die Sinne. Die ganze Umgebung lässt einen unwillkürlich aufatmen.
Michel Quioc, Kapitän der Paul Gauguin
Die Gesellschaftsinseln sind der größte Archipel Französisch-Polynesiens. Ihre 14 Inseln vulkanischen Ursprungs und flache Atolle bestimmen die Landschaften, die zwischen den Extremen stattfinden: weißer Sandstrand und schwarze Lavaufer, hohe vulkanische Gipfel und flache Sandbänke, brechende Wellen des Pazifiks und das türkisfarbene Wasser in den Lagunen, das fast unbewegt inmitten den Ring-Riffe liegt. Wer von „den Gesellschaftsinseln“ spricht, hat damit eine unglaubliche Vielfalt von Lebensräumen zusammengefasst.
Was man auf den Gesellschaftsinseln erlebt haben sollte:
- Einen Firi Firi kosten – einen Krapfen aus Kokosmilch, frisch und unwiderstehlich
- Die elegante Silhouette des Mont Diadème über Tahiti auf sich wirken lassen
- Durch das Fautaua-Tal zur Cascade de Loti wandern
- Die türkisfarbene Lagune von Moorea vom Boot aus erkunden
Moorea: eine Lagune unter Schutz
Seit 2008 im Rahmen der Ramsar-Konvention – einem internationalen Abkommen zum Schutz von Feuchtgebieten – als Schutzgebiet ausgewiesen, ist die Lagune von Moorea das einzige klassifizierte und geschützte Gewässer Französisch-Polynesiens. Auf rund 7.000 Hektar finden Acropora-Korallen, Riesenmuscheln und Schmetterlingsbarsche Zuflucht – ein stilles Unterwasser-Refugium, das seinen Rhythmus selbst bestimmt.
Die Marquesas: magisch und uralt
Rund 1600 Kilometer nordöstlich von Tahiti liegen die Marquesas-Inseln. Das Auftauchen des Marquesas-Archipels ist ein Schauspiel für sich. Steile Berge, spitze Felsen, senkrechte Klippen, Wasserfälle und enge, tiefe Täler – die Landschaft empfängt einen mit einer Wucht, die einen tiefen Eindruck hinterlässt.
Zwischen den Tempeln von Hatihe’u, der Lagune von Hanavave und der Bucht der Jungfrauen (Baie des Vierges) – eine Fahrt entlang der Klippen ist eine wundervolle Erfahrung. Es ist unbeschreiblich.
Michel Quioc, Kapitän der Paul Gauguin
Nirgendwo sonst in Französisch-Polynesien begegnet man einer Kultur, die so lebendig geblieben ist: Skulpturen, Tätowierungen und Tapa – ein Pflanzenstoff aus geschlagener Baumrinde – bewahren eine Geschichte, die nicht in Büchern steht. Und in den Tänzen und Gesängen der Marquesas leben die Traditionen fort, als hätte die Zeit hier einen anderen Gang. Nicht umsonst gehören die Inseln seit Juli 2024 als gemischtes Kultur- und Naturerbestätte zum UNESCO-Welterbe.
Auf den Marquesas – den einzigen Inseln Französisch-Polynesiens ohne Korallenriff und Lagune – spürt man, was die Tahitianer „Mana“ nennen. Diese Kraft, diesen Geist, diese Seele. Sie verstärken die tiefe Emotion, die einen schon beim ersten Anblick erfasst.
Michel Quioc, Kapitän der Paul Gauguin
Die Marquesas in Zahlen:
- 14 Inseln bilden den Archipel
- Mehr als 300 Arten, davon mehr als die Hälfte endemisch
- 1.276 Meter: Höhe des Mont Temetiu, des höchsten Punkts der Marquesas
Die Tuamotu-Inseln: der Ruf der blauen Weite
Auf den Tuamotu-Inseln regiert das Kristallblau. Die größte Kette von Korallenatollen der Welt – 78 an der Zahl, über mehr als zwei Millionen Quadratkilometer verteilt – zieht Taucher aus aller Welt an. Und das aus gutem Grund.
Der Tiputa-Pass im Nordosten des Atolls von Rangiroa gehört zu den bekanntesten Tauchplätzen der Erde. Im australen Sommer sammeln sich hier Mantas, Hammerhaie, Delfine, Meeresschildkröten und tropische Fische in einer Dichte, die man kaum für möglich hält.
Was man auf den Tuamotu-Inseln gesehen haben sollte:
- Fakarava – ein UNESCO-Biosphärenreservat von stiller Würde
- Anaa – das unvergessliche Panorama und eine Lagune von unvergleichlicher Klarheit
- Rangiroa – Zentrum der polynesischen Perlkultur
In Polynesien ist die Fahrt durch die Gewässer sanft, und die Herzlichkeit, die einem entgegenkommt, sucht ihresgleichen. Man fühlt sich ein wenig wie Odysseus, verführt vom Gesang der Sirenen – etwas zieht einen an, trägt einen fort, hält einen in Bann …
Michel Quioc, Kapitän der Paul Gauguin
Die Australinseln: ein gut gehütetes Geheimnis
Das südlichste Archipel Französisch-Polynesiens ist eine Reise in eine andere Zeit. Naturbelassen, still und weit ab von allem, was nach Tourismus klingt.
Französisch-Polynesien – im Herzen des Südpazifiks:
- Mehr als 4.000 km von Neuseeland und fast 8.000 km von der chilenischen Küste entfernt
- Eine Meereszone von 2,5 Millionen km² – in etwa die Fläche Europas
- 276.000 Einwohner
Die Gambier-Inseln: ein heiliger Ort
Mangareva – „der schwebende Berg” auf Polynesisch – ist die Wiege des Katholizismus in Französisch-Polynesien. Was einen hier erwartet, überrascht: die Kathedrale Saint-Michel, erbaut aus Korallen und Holz, mitten in Rikitea. Ein Gotteshaus wie kein zweites.
Bildnachweise: ©StudioPONANT/Olivier Blaud ; ©iStock ; ©StudioGAUGUIN-PONANT/Morgane Lanco ; ©StudioGAUGUIN-PONANT/Morgane Lanco ; ©Studio PONANT/Laure Patricot ; ©StudioPONANT/Lyuba Korin ; ©Jon Whittle ; ©Roger Paperno
Mit PONANT in die Südsee
Buchen Sie Ihre Südsee-Kreuzfahrt mit PONANT Explorations und entdecken Sie Französisch-Polynesien.


